Schöne Narbe

VIER TIPS FUER IDEALE NARBEN
Narbenbildung ist individuell sehr verschieden und hängt von der persönlichen Heilungstendenz ab. Eine Reihe äusserer Umstände wie jugendliches Alter, geschädigte Wundränder (gequetscht oder verbrannt), ungünstige Lokalisation, eine dunkelhäutige Rasse und Krankheiten wie Durchblutungsstörungen, Zuckerkrankheit und übermässiges Rauchen können die Narbenbildung negativ beeinflussen.

Wunden werden mit feinstem Nahtmaterial und gewebeschonender Technik verschlossen; zur idealen Narbenheilung kann der Patient zusätzlich einen wesentlichen persönlichen Beitrag leisten:

  • 1. Zugkräfte vermeiden
    Vernähte Wunden stehen, besonders nach Exzision (Ausschneiden) von Gewebe, stets unter Zugkräften. Diese Spannung zieht die frische Narbe in die Breite. Ideale, strichförmige Narben erfordern deshalb oft eine Zugentlastung durch Papierheftpflaster.
  • 2. Druckmassage
    Jede Narbe durchläuft eine entzündliche Phase mit Schwellung und Rötung, die nach ca. 6 Wochen das Maximum erreicht und langsam spontan wieder verschwindet. Gleichzeitig kann die Narbe knotig, hart und erhaben werden. Zu diesem Zeitpunkt muss die Narbe mehrmals täglich durch kräftigen Druck flach massiert werden. Salben wie Nivea oder spezielle Narbensalben unterstützen die Druckmassage. In hartnäckigen Fällen muss mit einer Binde oder einem massgefertigten Druckanzug (besonders bei Verbrennungen) ein andauernder Druck auf die Narben ausgeübt werden.
  • 3. Vor Sonnenlicht schützen
    UV Strahlen, Höhensonne oder Sonnenlicht vermögen junge Narben bleibend dunkel zu pigmentieren. Die Narben müssen also, solange noch gerötet, abgedeckt werden (Papierheftpflaster oder totaler Sonnenblocker Faktor 12 - 15). 
  • 4. Geduld
    Die Narbenheilung dauert viele Monate. Narben unter Spannung, über Gelenken oder bei Verbrennungen brauchen oft mindestens ein Jahr bis zum Abblassen und Weich- werden. Während dieser Zeit verschwindet auch der lästige Juckreiz und das gelegentlich gestörte Empfinden im Narbengebiet.