Hyaluronsäure

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Die Arthrose ist eine noch nicht heilbare Gelenkerkrankung, die durch schmerzhafte Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen in den Gelenken gekennzeichnet ist. Als Ursachen gelten neben erblich bedingter Veranlagung vor allem langjährige Beanspruchung der Gelenke durch z. B. Übergewicht oder schwere körperliche Arbeit. Auch Stoffwechselerkrankungen können zu einer Arthrose führen. Des Weiteren fördern angeborene Haltungsfehler, etwa X-Beine oder Hüftgelenkfehlstellungen, sowie Verletzungen, die in Fehlstellung verheilt sind, den Gelenkverschleiß. Erste Anzeichen einer Arthrose sind Spannungsgefühle und Steifheit in den Gelenken, zu denen mit der Zeit immer stärkere Schmerzen kommen. Diese Schmerzen können sich verschieden äußern: Ganz typisch sind die sogenannten Anlaufschmerzen beim Beginn einer Bewegung. Außerdem können Schmerzen im Ruhezustand auftreten sowie häufig auch beim Hinuntersteigen von Treppen. Die reduzierte Bewegungsfunktion der erkrankten Gelenke führt bei den Betroffenen zu einer spürbaren Beeinträchtigung der Lebensqualität. So müssen viele Patienten aufgrund ihrer starken Beschwerden ihr aktives Leben immer mehr einschränken.

Wenn es läuft wie geschmiert: So funktioniert ein gesundes Gelenk.
In einem gesunden Gelenk wie zum Beispiel dem Kniegelenk (Abb. 1), sorgt der Knorpel dafür, dass die sich treffenden Knochen – in unserem Beispiel Ober- und Unterschenkelknochen – besser aufeinander gleiten und Erschütterungen abgefangen werden (Abb. 3). Die Gelenkkapsel, die die Gelenkflächen ummantelt und an der Innenseite von einer Art Schleimhaut, der sogenannten Synovialmembran überzogen wird, gibt dem Gelenk die nötige Festigkeit (Abb. 2). Die Synovialmembran gibt in die Gelenkkapsel die Synovialflüssigkeit ab, die viskos, also zähflüssig ist und auch treffend einfach als „Gelenkschmiere" bezeichnet wird. Die entscheidende Substanz in der Synovialflüssigkeit ist die Hyaluronsäure. Denn erst die Hyaluronsäure sorgt für die viskose Beschaffenheit der Synovialflüssigkeit und ermöglicht es dieser wichtige Aufgaben übernehmen zu können. So fungiert die Synovialflüssigkeit im Gelenk unter anderem als Schmiermittel zwischen den Knorpelflächen, puffert Stöße bei Bewegungen ab und hält die Gelenkflächen auf Abstand. Hyaluronsäure garantiert also, dass Gelenke im wahrsten Sinne des Wortes reibungslos funktionieren und die Knorpeloberflächen vor dem Verschleiß geschützt sind.

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Wenn nichts mehr reibungslos klappt: Das arthrosekranke Gelenk.
Läuft in einem gesunden Gelenk alles wie geschmiert, kommt es dagegen in einem arthrosekranken Gelenk sozusagen hart auf hart. Vereinfacht ausgedrückt wird mehr alte Hyaluronsäure abgebaut, als zeitgleich vom Organismus neue produziert wird. Dadurch fehlt es im Gelenk buchstäblich an Schmierstoff, wodurch bei Bewegungen keine optimale abfedernde Stoßdämpfung mehr gegeben ist. Die Folge: Am Gelenkknorpel kommt es allmählich zu Oberflächenschädigungen durch Abrieb und Abschilferungen (Abb. 4 und 5). Elastizität und Belastbarkeit des Knorpels nehmen rapide ab, er kann die darunter liegende Knochenstruktur immer weniger schützen (Abb. 6). Einmal zerstörte Knorpelsubstanz kann aber vom Körper nicht mehr durch neue ersetzt werden. Deshalb ist in dieser Situation die Hilfe der modernen Medizin gefragt. Viele Patienten sprechen jedoch auf konservative Therapien mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten nicht hinreichend an. Eine alternative und wirksame Behandlungsmöglichkeit stellt dann die Viskosupplementierung durch Hyaluronsäure dar – zum Beispiel mit Ostenil®.

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